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Wussten Sie schon ...

... dass für Holz, welches für dekorative Zwecke genutzt wird, kein Wald zerstört wird?

... dass nur wenige Bäume die notwenigen Eigenschaften haben, um ihr Holz für dekorative Zwecke nutzen zu können?

... dass 10 Prozent der heutigen Waldfläche ausreicht, um den weltweiten Bedarf an Waldholz (inklusive für die Papierherstellung) zu decken?

 
 
 

Die Herstellung von Furnieren ist schon seit mehr als 4000 Jahren bekannt

„Erfinder” waren die Ägypter

Holz war ein sehr knapper Rohstoff
Vor allem wegen seiner ästhetischen Eigenschaften geschätzt
Maximale Nutzung des Rohstoffs wurde angestrebt
Zersägen der Stämme in möglichst dünne Bretter

Ende des 19. Jahrhunderts wurden neue Fertigungsverfahren entwickelt

Messern löst das Sägen ab
„Schälen” der Stämme mit mechanischer Hilfe
Langsam setzen sich die neuen Fertigungsverfahren durch 

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts beginnt die industrielle Fertigung von Furnieren

Handwerkliche Produktion ist verschwunden
Eintrittsbarrieren zur Herstellung von Furnieren sind stark gestiegen

Heute

Danzer entwickelt eine eigene Messermaschine, die VS4000, und stattet damit alle Furnierwerke der Danzer Gruppe aus

Es ist kein Zufall, daß die Idee, aus Holz dünne Scheiben zu sägen, in der Hochkultur der alten Ägypter geboren wurde, in einem Land, das außer der Lebensader des Nils nur Wüste kannte. Holz war im alten Ägypten eine Rarität, es besaß Seltenheitswert und wurde ebenso geschätzt wie die hochwertigen Edelsteine, die man in kunstvoller Arbeit zur Verzierung von Möbeln verwandte. Furnier ist also dort entstanden, wo keine üppigen Wälder die Landschaft prägten, sondern wo Holz als seltener Rohstoff hoch im Kurs stand und man sich der Notwendigkeit seiner optimalen Nutzung bewußt war. Die zunächst handwerkliche Herstellung von Furnieren, die mit Klobsägen vom Stamm geschnitten wurden, war eine sehr mühselige und zeitaufwendige Arbeit. Dennoch zeugen die wunderschönen Schreine, die im Grab des Tut Ench Amun gefunden wurden, von dieser damals noch rudimentären Technik im Umgang mit Holz und offenbaren die natürliche Schönheit der Zeichnung im Innern des Holzes.

Möbel, in kunstvoller Vollendung in der Renaissance, im Barock und in späteren Jahrhunderten von großen Meistern geschaffen, zeigen, wie dieses kulturelle Erbe weiterentwickelt und Ausdruck der jeweiligen Zeit wurde. In Schlössern gleiten unsere Blicke über die kunstvoll gestalteten Oberflächen, häufig in Form von Intarsien, der erhalten gebliebenen Möbel und Inneneinrichtungen. Dieses Vermächtnis vergangener Kulturen ist in der heutigen Zeit mit moderner Technik verfeinert und vervollkommnet worden und, dem Bedarf entsprechend, in eine industrielle Dimension hineingewachsen. Doch erst Anfang des 19. Jahrhunderts gelang es, die Arbeitsmethoden der Furnierherstellung zu mechanisieren. Im Jahr 1806 erhielt Marc Isambard Brunel das britische Patent über eine handbetriebene Furnierschneidemaschine; Henry Faveryear, ebenfalls ein Engländer, erfand 1818 die Furnierschälmaschine. 1843 wurde die erste Furnierfabrik in Deutschland gegründet, damals noch ausgestattet mit Furniersägen. Die Furnierherstellung ist jedoch stets Handwerk geblieben. Fachliches Können und Erfahrung spielen in diesem Metier die entscheidende Rolle. Dies beginnt beim Erkennen und Bewerten der Qualität des Holzes in seinem runden, unbearbeiteten Zustand, geht über die Entscheidung für eine der vielfältigen Aufarbeitungsmöglichkeiten, die die schönste Zeichnung im Furnier erzielt, bis hin zum richtigen Bewerten der fertigen Furniere, damit diese dem besten Verwendungszweck zugeführt werden und durch kreative Verarbeitung die höchste Aufwertung erfahren.

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